
Service
Wir bieten ihnen auf folgende Services an:
- Batteriewechsel
- Reparatur von mechanischen Groß- und Armbanduhren
- Reparatur von Quarzuhren
Sehr geehrter Kunde
Sie haben sich sicher schon oft gefragt, was bei der Überholung einer Uhr gemacht wird. Eine komplette Überholung besteht aus folgenden Arbeitsschritten:
- Prüfen von Gehäuse und Band
- Ausbau des Werkes
- Prüfen der Hemmungsfunktion
- Prüfen der Aufzugpartie
- Prüfen des Zeigerwerkes, der Kalenderschaltung (sofern vorhanden) und des Rädereingriffs
- Vollständiges Zerlegen des Uhrwerks
- Austausch der defekten Werkteile
- Reinigung der zerlegten Uhr
- Prüfen der Teile und eventuell Ersetzen des Steinlagers
- Zusammenbau der einzelnen Werkteile zum komplettten Werk, Justieren und Korrigieren des Räderwerkes
- Fetten des Aufzugs, Ölen des Räderwerkes
- Einrichten und Justieren der Hemmung und Ganglage
- Kontrolle der Werkfunktion
- Montage von Ziffernblatt und Zeiger
- Reinigung des Gehäuses und Bandes
- Ersatz des Glases, der Krone, der Drücker
- Erneuerungen sämtlicher Dichtungen
- Einbau des Werkes in das Gehäuse
- Wasserdichteprüfung bei wasserdichten Gehäusen
- Ganggenauigkeitsprüfung und Funktionskontrolle der Mondphase etc.
- Endkontrolle durch den Atelierleiter
Ihr Kundendienst-Team
Ist diese Uhr eigentlich wasserdicht?
Diese Frage kennen Sie aus Ihren täglichen Kundengesprächen. Hier die wichtigsten Informationen:
Der Begriff „wasserdicht“ (WR water resistent) ist in der DIN 8310 festgelegt, die Anforderungen sind technisch definiert:
- Ohne Kennzeichnung; d.h. nicht wasserdicht
- WR= wasserdicht, zulässige Bezeichnung einer Uhr, die im Neuzustand die drucktechnische Prüfung nach DIN 8310 bestanden hat.
- Druckprüfung: 30 min 1m Wassersäule (ca. 1bar), anschließend 90 sek 20m Wassersäule (ca. 2 bar).
- Der Begriff „xm Wassersäule“ ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit tragen in „xm Wassertiefe“, sondern nur eine Angabe des Prüfdrucks, wobei 10 m Wassersäule (10 m WS) = 1 kp/cm² = 0,98 bar, ca 1 bar entspricht.
- Die Prüfbelastung ist eine gleichmäßige statistische Kraft, die auf das Gehäuse einwirkt. Bei Gebrauch der Uhr in xm Wassertiefe kommen die seitlichen Bewegungskräfte dazu, somit muss davon abgeraten werden, eine WR-gekennzeichnete Uhr im Wasser zu tragen.
- Die DIN 8310 gibt die Mindest-(Prüf)-Druckfestigkeit der Uhr an. Wenn jemand auf eigenes Risiko bessere Erfahrungen (höhere Belastung ohne negatives Erlebnis) mit seiner Uhr gemacht hat, kann dieses nicht auf eine Serie übertragen werden.
- WR 100 / WR 150 / WR 600 Diese Uhren sind im Neuzustand entsprechend ihrer Konstruktion mit einem höheren Prüfdruck getestet worden. Somit vom Träger der Uhr (drucktechnisch) höher belastbar.
- „Water resistent“ auf dem Gehäuseboden der Uhr bedeutet also im Sinne nach DIN 8310. Wichtig für Ihre Kunden: Wasserdichtheit ist abhängig von der Beschaffenheit der Dichtung, die verspröden können, oder sich im Kontakt mit Chemikalien bzw. Lösungsmitteln sogar auflösen. Wasserdichtheit ist also kein konstanter Zustand.
Natürlicher Verschleiß und Pflegezustand (DIN 8310-Empfehlung: Wartung im regelmäßigen Abstand von 1 Jahr.) der Uhr sind entscheidende Komponenten für die Wasserdichtheit. 100%ige Wasserdichtheit bei allen Umständen würde den Preis in astronomische Höhen steigen lassen.
Bei Reklamation gehört es zum selbstverständlichen Kunden-Service, im Zweifelsfall eine Kulanz- bzw. Garantie- Reparatur zu gewährleisten. Zumal dann, wenn die Reparatur während der Garantiezeit anfällt. Ausnahme: Die Uhr ist beschädigt, z.B. am Gehäuse und Glas, durch verbogene Drücker und Kronen. Beschädigungen infolge solch unzulässiger Benutzung sind vom Garantieanspruch ausgenommen.